In Münster habe ich im Februar und März ein Praktikum bei der zeb/ gemacht.
In der Abteilung Marktpreisrisiko ging es vor allem um Zinsertragsrisiken von Banken. Das heisst ich habe Auswertungen von Risikoprofilen mit Hilfe von Softwareprogrammen gefahren, Risikoprofile von Banken anhand ihrer Geschäftsberichte analysiert und die Einführung des Softwaretools bei einer Bank begleiten dürfen.
Meine Kollegen im sogenannten “Tower” (siehe Bild) waren sehr nett und haben mich als ihresgleichen behandelt. Gleich in der ersten Woche ist die ganze Abteilung im Rahmen einer vierteljährlich Stattfindenden Sitzung GoKart fahren gegengen. Stolzerweise kann ich verkünden als einzige mitfahrende Frau gleich den 7. Rang von etwa 15 belegt zu haben
Neben der Arbeit hatte ich natürlich auch noch ein wenig Freizeit. Ich bin an vielen Wochenenden nach Berlin oder Hannover gefahren, jetzt da ich endlich wieder so nah dran war. Am Wochenende in Münster bin ich begeistert die Einkaufsstrasse und den großen Wochenmarkt hoch- und runtergerannt und hatte sogar Gelegenheit ein Paar Clubs unsicher zu machen, weil ich meinen alten Klassenkameraden David in Münster wiedergefunden habe. Wir sind auch nach der Arbeit einfach öfter mal in der Mensa am Aasee (etwa so wie der Maschsee) essen gegangen, denn so spät abends noch für eine Person zu kochen stand wirklich nicht auf meiner Liste der Lieblingsaktivitäten.
Ein verlängertes Wochenende (dank meiner Urlaubstage) habe ich dann auch mit Adrian in Amsterdam verbracht. Amsterdam ist etwa 4-5 Stunden Fahrtzeit mit dem Zug von Münster entfernt. Also sind wir schon um 12 Uhr in Amsterdam gewesen. Wir haben uns vor allem die Stadt an sich angeguckt. Wir waren nicht in Museen, haben uns aber die wichtigsten Gebäude von außen angeguckt.
Der Grachtenring hat uns besonders fasziniert. Die vielen kleinen Kanäle die sich durch die Stadt ziehen, schaffen wirklich ein ganz besonderes Flair. Überall kann man die Kanäle sehen, geht über Brücken und die teilweise sehr schiefen Häuser ziehen sich dicht gedrängt an deren Ufersträsschen entlang. 
Entlang der Königsgracht sind wir dann auch Abends nach Hause zurück in unser Hotel geschlendert. Das Hotel war ein Design-Hotel, das gerade zwei Wochen vorher eröffnet hatte und gute Preise anbot. Verstörenderweise hatte unser Zimmer keinen Kleiderschrank, was uns jedoch für eine Nacht nicht gestört hat und durch das grandiose Frühstücksbuffet ausreichend entschädigt wurde.
Zwei besonders schöne Aktivitäten waren der Besuch der “Hofjes” und unser Abendessen im Nepalisischen Restaurant.

Die Hofjes sind Häuserreihen, die in den Innenhöfen von anderen Häuserblocks gebaut wurden. Die Ältesten sind aus dem 16ten Jahrhundert und beherbergten damals unter anderem unverheiratete Frauen, sodass diese nicht alleine wohnten. Heute sind die Hofjes meistens wunderschön bepflanzt und tolle Wohnorte, in denen die Bewohner untereinander eine Gemeinschaft bilden und sich auf ein Feierabendbier im Hof zusammenfinden.

Ich möchte unbedingt wieder nach Amsterdam, denn die Stadt hat einen so süßen Charme und die Leute sind unglaublich freundlich und aufgeschlossen.